Heart feels no more pain –

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Ein Jeder Mensch hat Jemanden oder Etwas. Einen Anker! Jemand, Etwas der einem davor bewahrt in den tiefsten aller Abgründe zu fallen. Und ein fast jeder Mensch kennt dieses besitzergreifende Gefühl der Panik, der Leere, das Gefühl des nicht Atmen können. Das Gefühl der inneren Implosion und Explosion. Alles gleichzeitig, während die Gedanken, wie Flummis durch dein Kopf hüpfen und du einfach nur fällst, und fällst, und wartest, und aufhörst zu hoffen, dass dich Etwas – Jemand – rettet. Ja auch ich war mal da. War mal am Fallen, am mich Selbst verlieren. War dabei den Wahnsinn über mich Gewalt nehmen lassen. Ich war auf dem Weg nach ganz unten, in die dunkelste Tiefe der Dunkelheit.  Ich war am Fallen und am Verzweifeln. Und dann kam mein Anker. Mein Anker ist mein Bester Freund. Nicht weil er mir Mut zusprach, mir die Hand reichte. Nicht weil er mich auffing. Nein! Er stellte sich an den Abgrund, sah auf mich herab, streckte seine Hand. Und brachte mich dazu, Selbst nach seiner Hand zu greifen. Eine Hand die Meilen über mir war. Eine Hand, die ICH mir holen musste. Ja, mein Anker ist ein Jemand, mein Bester Freund, der mir vor Augen führte, dass ich nur solange falle, wie  I C H  es selber zulasse.  Das ist mittlerweile über zwei Jahre her. Und seitdem habe ich nie wieder den Abgrund erblickt, nie wieder den kalten Atem der Dunkelheit im Nacken gespürt. Seit zwei Jahren habe ich um Mich gekämpft. Habe Fuß im Leben gefasst, und angefangen zu leben. Seit zwei Jahren fing ich an, ich Selbst zu werden. Und dies‘ hätt ich nicht ohne mein Anker, nicht ohne meinen Besten Freund geschafft. Deswegen danke ich Ihnen aufrichtig und aus vollstem Herzen Mr. T. Ich danke Ihnen, dass sie noch immer Teil meines Lebens sind, und dort auch nicht so schnell verschwinden werden. Ich danke Ihnen, dass sie mich begleiten und ertragen, auch wenn unsere Diskussionen nicht für den Straßenverkehr geeignet sind. Lieber Ehrwürdiger Mr. T. Ich danke Ihnen für Ihren Auftritt vor zwei Jahren, und dem Verbleib der letzten und der zukünftigen.

Mit meiner in mir schlummernden Liebe, danke ich Ihnen, Sie meinen Besten Freund nennen zu dürfen.

© kaerlighed

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http://www.tape.tv/chase-and-status/videos/end-credits-1

Schwimmhalle Lichtenberg 2014 : Don’t use this picture without my permission

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Fuck you – me !

Die Sonne legt sich mit ihrer Wärme über’s Land, und erleuchtet glanzvoll einen jeden Winkel der Umgebung. Die Stellen, die nicht beleuchtet sind, sind getaucht im kontrashaltigen Schatten, der physikalischen Gesetze. Draußen ist herrliches Wetter, und Etwas in mir wärmt sich auf, bei dem Gedanken die Wärme auf meinem Haupt zu spüren, und mich darin zu verlieren eins mit der Umgebung, Eins mit der Sonne zu werden. Doch ich sitze hier drinnen, schaue distanziert auf das Geschehen zu, und plage mich mit einer Frage und dessen Antwort „Ja“ oder „Nein“ ab? Licht oder Schatten? Das Problem ist, dass ich mir nicht sicher bin, welche Antwort mir das Licht, und welche mir den Schatten bietet. Ja, auch Leute wie ich, die Leuten wie euch Etwas über’s Leben mitzuteilen versuchen, wissen mal nicht weiter. Sind mal verwirrt, und wissen nicht wo sie grade stehen.  Probleme hat jeder. Aber wenigstens lass ich mir die grenzenlose Schönheit der Sonne auch aus meinem distanzierten Blickwinkel heraus nicht entgehen. Dennoch ist alles in mir schwer, und kettet mich an eine qualvolle Entscheidung, die eigentlich garnicht qualvoll ist, aber ich sie als jene empfinde, weil ich es mir einfach selber unnötig schwer mache. Besser erläutert,  stecke ich grade in einer Grauzone, in der ich weder das Ja, noch das Nein verlockend finde, weil ich bei beidem nicht mit den Konsequenzen zurechtkommen will. Und eigentlich ist es ganz einfach. Ich sollte mich anziehen, rausgehen, und einfach leben. Denn es bringt mir nichts stehen zu bleiben und über weitere Schritte nachzudenken, wenn sich die Erde auch ohne mich weiterdreht. Es wird kommen, wie es kommen wird, und ich werde eine Entscheidung fällen. Aber ich werde mich und meine Entscheidung nicht davon abhängig machen zu leben. Deswegen, ziehe ich mich an, gehe der Sonne entgegen und lebe. – Lebe für den Augenblick, denn ihr wisst:

„Ein jeder Augenblick ist so vergänglich, wie dessen Unachtsamkeit ihn zu nutzen.“

© kaerlighed

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http://www.tape.tv/maria-mena/videos/fuck-you

– Escape the Time

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Und ein jeder Augenblick ist so vergänglich, wie die Unachtsamkeit diesen zu nutzen und zu leben.

Wir sind überfordert, überfordert mit dem das wir Leben nennen. Wir wollen zu viel, denn wir haben ja zu wenig. Und eigentlich brauchen wir nur wenig, um viel zu haben. Doch wie soll man auch für den Augenblick leben, wenn man gezwungen ist sich seine Zukunft auf stabilem Boden zu ebnen?  Wie soll man das Hier und Jetzt genießen, wenn man Angst und Bange haben muss um die Existenz eines Selbst im Morgen? Dabei ist es das schönste Überhaupt, die Augen zu schließen, dem Wind zu lauschen. Die Augen zu öffnen und dem Wind bei seinem Kräuseln durch das unterschiedlichste Grün der Bäume zu beobachten. Wann habt ihr das Letzte mal die Menschen in eurer Umgebung richtig wahrgenommen? Ihre Fält’chen beim Lachen imaginär mit eurem Finger nachgezeichnet, und ihnen somit noch mehr Lebendigkeit eingehaucht? Die unergründlichen Tiefen der Augen ergründet, und euch in ihnen verloren? Wann hast du zuletzt, nicht einfach nur etwas in dich hineingestopft um satt zu werden, sondern deinen Sinn dazu genutzt die vielfältigen Schichten des Geschmackes für einen Augenblick in dich zu verinnerlichen? Wann hast du das Letzte mal Spaß am Leben gehabt, statt Spaß daran deinen Sorgen zu entflieh’n?  Wann hast du das Letzte mal für den Augenblick gelebt, ohne an die Folgen, ohne an das Morgen, ja nichtmal an das Jetzt selber zu denken? Mensch du bist zu bedauern, du errichtest Mauern, errichtest Probleme, errichtest Ängste, nur um dich vom Leben selber weitesgehend zu distanzieren. Ja, du könntest lernen das Leben zu lieben, aber Liebe bedarf Aufmerksamkeit, Liebe bedarf Selbstreflektion, Liebe bedarf deiner Selbst. Und du Mensch du liebst so ungern, du besitzt lieber. Lieber besitzt du dein Leben, als es zu leben. Lieber besitzt du Freunde, statt sie zu lieben. Lieber besitzt du 10000 verschiedene Gegenstände, ohne auch nur Enen, ein einziges Mal Molekül für Molekül zu betrachten, und zu realisieren wie schön manche Dinge sind die Menschen schaffen. Lieber rennst du weg und stellst dich unter ein Dach, wenn es regnet, statt dich rauszustellen, die Augen zu schließen, deine Sorgenwelt auszuschalten und jeden Tropfen einzeln zu empfinden, wie er sich über dein Haupt bewegt und in einen sinnlichen Tanz verfällt. Lieber küsst du dich in Clubs blind durch, reibst deine Erregung offen spürbar an dein Gegenüber, statt mal zu küssen und zu spüren, wie eine jede Nervenzelle sich elektrisierend auflädt.  Lieber fickst du dich mechanisch durch deine Einsamkeit, statt den Körper deines Gegenübers mal mit deinen Sinnen zu erkunden. Lieber sperrst du dich in ein Schwarz-Weiß, dessen Farben du überblicken kannst, statt dich in den bunten Tumult zu wagen. Mensch, du verpasst so viel, einfach nur weil du nicht leben kannst.

© kaerlighed

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http://www.tape.tv/morandi/videos/everytime-we-touch

Stadion Lichtenberg 2014 : Don’t use this picture without my permission